„Es ist eine riesen Ehre, eine solche Medaille zu bekommen.“

„Es ist eine riesen Ehre, eine solche Medaille zu bekommen.“

Am Mittwoch, 21. August 2019, bekam die Stuttgarter Prägestätte prominenten Besuch: Kunstturner und Olympiasieger Fabian Hambüchen trat an die Prägepressen, um die Siegermedaille für die bevorstehende Turn-Weltmeisterschaft zu prägen. Diese findet im Oktober in Stuttgart statt und wird schon jetzt vom Schwäbischen Turnerbund als „eine der besten Turn-WMs aller Zeiten“ gehandelt.

Bereits um 4:30 Uhr war Herr Hambüchen in Hamburg aufgestanden, um pünktlich in Stuttgart anzukommen, wenn sich die Pforten der Staatlichen Münzen Baden-Württemberg für ihn öffnen. Doch die frühe Anreise hat sich gelohnt: Mit leuchtenden Augen hielt er nur kurze Zeit später die Siegermedaille der bevorstehenden Turn-Weltmeisterschaft in Händen, die er eigenhändig prägen durfte. Für ihn eine Premiere: „Das ist mein erster Besuch einer Prägestätte und ich bin wirklich beeindruckt, wie viel Technik und Tüftelei hinter so einer Medaille steckt. Ich fühle mich geehrt, dass ich diese Prägung übernehmen darf“, so der Turnprofi.

Fabian Hambüchen und Münzleiter Dr. Peter Huber

Ein einmaliges Medaillenprojekt

Das filigrane, künstlerische Design, fast 3 Millimeter Motivhöhe und ein aus Plastikflaschen recyceltes Medaillenband – schnell wird deutlich, dass die diesjährigen Siegermedaillen etwas ganz Besonderes sind. Auch Wolfgang Drexler, Präsident des Schwäbischen Turnerbunds, kam zu dem Schluss: „Eine exzellente Medaille – voller Innovation und Kreativität. Das ist bisher einmalig.“

Ein solcher Erfolg war nur durch die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit der Staatlichen Münzen mit der inhabergeführten Manufaktur Bernd Kußmaul sowie fünf weiteren baden-württembergischen Unternehmen möglich. Von der ersten Idee über Machbarkeitsprüfungen bis hin zur Optimierung des aufwendigen Herstellungsprozesses waren viel Engagement und ein vertrauensvoller Umgang gefragt. „Wir haben uns gegenseitig zur Perfektion getrieben“, verriet Münzleiter Dr. Peter Huber.

Münzmitarbeiter Fabio Muroni und Olympiasieger Fabian Hambüchen

 

Ein außergewöhnlicher Arbeitstag

Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatlichen Münzen Baden-Württemberg freuten sich über den nicht alltäglichen Besuch. „Ich bin selbst Turnerin und konnte mir die Chance, ein Bild mit Fabian Hambüchen zu schießen, nicht entgehen lassen“, berichtete eine begeisterte Mitarbeiterin. In ungezwungener Atmosphäre verbrachte Herr Hambüchen seine Frühstückspause mit den Angestellten, wobei er sich ganz nahbar und offen für Fragen zeigte. „Man merkt einfach, wie viel Liebe und Leidenschaft hinter all der Arbeit steckt. Genau so wie im Turnsport“, so Hambüchen. „Jeder, der im Oktober diese Medaille bekommen wird, kann sich geehrt fühlen.“

Nachdem die Siegermedaillen nun das Licht der Welt erblickten und die WM-Vorbereitungen in vollem Gange sind, steigt die Vorfreude auf die näher rückende Meisterschaft. Wir wünschen schon jetzt allen deutschen Athletinnen und Athleten viel Glück und können es kaum erwarten, die Medaille vor der Brust des verdienten Siegers zu sehen.

von Silke Molling