Polymer-Münze erhält Auszeichnung als weltweit technologisch innovativste Umlaufmünze

Günther Waadt (l.), Leiter des Bayerischen Hauptmünzamts, und Dr. Peter Huber (r.), Leiter der Staatlichen Münzen Baden-Württemberg, freuen sich über den MDC-Award 2016 für die deutsche Polymer-Münze.

Polymer-Münze erhält Auszeichnung als weltweit technologisch innovativste Umlaufmünze

Alle zwei Jahre treffen sich die Direktoren der Münzstätten der Welt. Intern vergeben sie Preise für die besten Münz-Entwicklungen. Von diesem Kreis von Spezialisten wurde die deutsche Polymer-Münze als weltweit derzeit technologisch innovativste Umlaufmünze ausgezeichnet.

Stuttgart, 12. Mai 2016 – Am 4. Mai 2016 wurde in Bangkok die deutsche Polymer-Münze im Rahmen der 29. Mint Directors Conference (MDC) als weltweit technologisch innovativste Umlaufmünze ausgezeichnet. Dieser Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Die Jury setzt sich aus den ranghöchsten Vertretern aller Münzstätten zusammen, die Mitglied der Mint Directors Conference sind. Der MDC-Award ist eine Auszeichnung, über die ausschließlich die weltweit führenden Fachleute entscheiden. Deshalb gilt der MDC-Award als höchste Auszeichnung, die einer Münze zuteil werden kann.

Die deutsche Polymer-Münze „Planet Erde“ im Nominalwert von 5 Euro, die offiziell am 14. April 2016 ausgegeben wurde, ist bereits ausverkauft und nur noch über den Münzhandel erhältlich. Sie ist das Ergebnis einer jahrelangen Forschungsarbeit. Dabei arbeiteten die Staatlichen Münzen Baden-Württemberg und das Bayerische Hauptmünzamt mit der Industrie zusammen, um einen neuen Werkstoff zu entwickeln, der die Fälschungssicherheit von Münzen der von Banknoten annähert.

Dieser Werkstoff zeichnet sich durch seine gute Prägbarkeit aus und behält dennoch die transparente Luzidität und ansprechende Ästhetik des thermoplastischen Polymers. Zu seinen besonderen Eigenschaften gehören seine Leitfähigkeit, seine chemische Resistenz sowie seine Beständigkeit gegenüber Temperatur, UV-Strahlung und Wassereinwirkung. Durch die Zugabe beliebiger Nanopigmente kann der Werkstoff Eigenschaften annehmen, die sich als offenes oder verborgenes Sicherheitsmerkmal in die Münze integrieren lassen.

Führend an der Entwicklung beteiligt waren die deutschen Münzstätten Staatliche Münzen Baden-Württemberg und das Bayerische Hauptmünzamt. Sie wurden unterstützt vom Leibniz-Institut und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen sowie von Vertretern der Deutschen Bundesbank. Wesentlich waren an der Entwicklung ferner beteiligt die Vending Industrie durch einen Vertreter von Crane Payment Innovations, Buxtehude, sowie Vertreter des Rondenherstellers Saxonia EuroCoin.

Nähere Auskünfte erteilen:
Dr. Peter Huber, Tel: 0711 / 5094 1201
Günther Waadt, Tel: 089 / 9926 90 221